Süßer Meilenstein: 10 Millionen Zaunerstollen produziert
Bad Ischl, Mai 2026 – Seit über 120 Jahren entsteht in Bad Ischl eine ganz besondere Mehlspeise – nun ist ein Meilenstein erreicht: Der insgesamt 10-millionste Zaunerstollen aus dem Hause der traditionsreichen k.u.k. Hofzuckerbäckerei Zauner ging über die Theke. Er steht wie kaum ein anderes Produkt für den unverwechselbaren Geschmack des Salzkammerguts und gilt längst als kulinarischer Botschafter der Region.
Bis heute wird der Zaunerstollen nach streng gehüteter Originalrezeptur – sie ist nur einer Handvoll Menschen bekannt und wird im Safe verwahrt – von Hand in Bad Ischl gefertigt und in die halbe Welt verschickt. Was einst als kreative Resteverwertung begann, ist längst zu einem der bekanntesten Mitbringsel aus der Kaiserstadt geworden – quasi Bad Ischl „zum Mitnehmen“. 200.000 Stück pro Jahr – im Mai wurde die 10-Millionen-Marke geknackt Ein Stück Salzkammergut zum Genießen „Der Zaunerstollen und die Mehlspeisenkultur stehen exemplarisch für das, was das Salzkammergut international so attraktiv macht: authentischer Genuss, gewachsene Tradition und höchste Qualität. In idealer Weise ergänzen sie unsere zentralen Urlaubsthemen – vom Wandern und Radfahren über das Berge- und Seenerlebnis sowie die Kultur bis hin zur Erholung. Gerade diese Verbindung aus Aktivität und genussvollen Momenten macht den Aufenthalt ganzheitlich und unverwechselbar. Kulinarik wird damit zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor und trägt wesentlich dazu bei, das Salzkammergut als kulturell geprägte und genussorientierte Destination im In- und Ausland zu positionieren“, so Frank Jost, Salzkammergut Tourismus Marketing GmbH. Bürgermeisterin Ines Schiller überbringt Glückwünsche: „Ein besonderer Moment für unsere Stadt: In der traditionsreichen Konditorei Zauner wird heute der 10-millionste Zaunerstollen überreicht. Der Zaunerstollen ist weit mehr als eine köstliche Spezialität – er ist ein Stück Bad Ischler Geschichte und ein Botschafter unserer Stadt weit über die Grenzen hinaus. Seit Generationen steht die Familie Zauner für höchste Qualität, Tradition und Handwerkskunst. Ich gratuliere der Familie Zauner und dem gesamten Team herzlich zu diesem beeindruckenden Meilenstein.” Vom Kultgebäck zum Kunstobjekt Goldenes „s’Zaunerl“ verlost und feierlich übergeben Die Entstehung: Einfallsreichtum trifft auf Handwerk Aus dieser Idee entwickelte sich rasch ein Verkaufsschlager. Die Rezeptur wurde verfeinert, die Masse in Rehrückenformen gegossen und mit dunkler Schokolade überzogen – der Zaunerstollen war geboren. Lange bevor „Zero Waste“ zum Trend wurde, setzte man bei Zauner bereits auf nachhaltige Ressourcennutzung. „Ein Stück gelebte Geschichte“ (c)Ebihara / Auer
Rund 200.000 Zaunerstollen verlassen jährlich die Backstube. Auf Basis historischer Aufzeichnungen – sie reichen bis ins Jahr 1905 zurück – ließ sich der Zeitpunkt genau bestimmen: Im Mai wurde der zehnmillionste Zaunerstollen verkauft. „Unser Bestseller ist seit Jahrzehnten gefragt – und heute beliebter denn je“, sagt Philipp Zauner, der die Traditionskonditorei in siebter Generation führt. Bei der Recherche zu den Verkaufszahlen wurde auch die Original-Gusseisenform des Zaunerstollens aus den Anfangsjahren wiederentdeckt – ein Stück lebendige Unternehmensgeschichte.
„Der Zaunerstollen ist weit mehr als eine weltbekannte – und vor allem ausgezeichnete – Mehlspeise: Er ist ein Stück oberösterreichischer Identität und ein kulinarischer Botschafter des Salzkammerguts weit über unsere Landesgrenzen hinaus. Dass jetzt im Mai bereits der zehnmillionste Zaunerstollen produziert worden ist, zeigt eindrucksvoll, wie stark Tradition, Qualität und Gastfreundschaft in Oberösterreich verwurzelt sind. Der Zaunerstollen und die Konditorei Zauner stehen für jene einzigartige Mischung aus Kultur, Genuss und Lebensgefühl, die das Salzkammergut international so einzigartig macht“, betonte Wirtschafts-
und Tourismus-Landesrat Markus Achleitner im Rahmen der Überreichung des Jubiläumsstücks in Form einer Skulptur.
Zum Jubiläum wurde der Zaunerstollen erstmals selbst zum Kunstwerk: Die Künstler Michael Ferner und Martina Kreuzer entwickelten mit dem „s’Zaunerl“ eine eigenständige, humorvolle Skulptur. Der Zaunerstollen wird personifiziert – mit Anleihen an seine charakteristische Form, ergänzt durch Arme und Beine aus Pralinen.
„Wir hauchen dem Zaunerstollen Leben ein und stellen ihn auf eigene Beine. Inspiriert von Schokolade und Nougat-Träumen wirkt das s’Zaunerl, als wäre es gerade der Backform entstiegen“, beschreibt Michael Ferner die Idee. „Mit seinen Händen formt es ein Herz und verschenkt sich gleich mit.“
Die Skulptur verbindet traditionelles Konditorhandwerk mit zeitgenössischer Kunst und ist in unterschiedlichen Ausführungen und Materialien denkbar – von golden versiegelt bis farbig glasiert. „Ein Markenbotschafter mit Sammlerpotenzial“, so die Künstler.
Anlässlich des Verkaufs des zehnmillionsten Zaunerstollens wurde ein Jubiläumsstück als Skulptur „vergoldet“ und unter Kundinnen und Kunden verlost. Der glückliche Gewinner Herbert Haid aus Kitzbühel erhielt am 12. Mai das goldene „s’Zaunerl“ und durften zudem einen exklusiven Blick hinter die Kulissen werfen. Abgerundet wurde der Gewinn durch einen Aufenthalt im Hotel Grand Elisabeth, eine Gondelfahrt auf die Katrin sowie ein Abendessen im Grand Café & Restaurant Esplanade – ein „Very best of Bad Ischl“ sozusagen.
Die Geschichte des Zaunerstollens reicht bis ins Jahr 1905 zurück: Damals suchte Backstubenleiter Josef Nickerl nach einer Möglichkeit, beim Backen anfallende Oblaten Bruchstücke sinnvoll zu verwerten. Seine Lösung war ebenso einfach wie genial: Er
vermischte die Reste mit einer Haselnuss-Schokoladenmasse, strich sie auf Oblaten und formte daraus kleine Makronen.
„Die Geschichte unseres meistverkauften Produktes begann mit einer Handvoll zerbrochener Oblaten. Daraus entstand eine süße Rettungsaktion – und letztlich unser Zaunerstollen“, sagt Philipp Zauner. „Heute ist er ein Stück gelebter Geschichte und österreichischer Mehlspeisenkultur.“
Den Zaunerstollen gibt es heute in verschiedenen Varianten und Größen – von 22,5 Gramm als Petit Four bis zu 700 Gramm – sowie mittlerweile auch mit Milchschokoladenglasur.